Heimatlos und unbehaust

Manchmal genügt schon ein grauer Novembertag, um sich nicht in der Welt zu Hause zu fühlen. Nässe, Dunkelheit, Kälte erwecken den Eindruck allgemeiner Tristesse und schlagen uns atmosphärisch aufs Gemüt. Da wächst der Wunsch, alle Schotten dicht zu machen und sich aus der Welt zurückzuziehen. Wenn es der Terminkalender erlaubt, kann man in den eigenen vier Wänden bleiben, und es sich heimelig machen. Eine Kanne Wohlfühltee, die kuschelige Decke und die Lieblingsserie im Fernsehen versprechen mollige innere und äußere Wärme und angenehme Ablenkung.

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Überraschend einfach – und doch unheimlich selten: Mensch mit Menschen sein. Eine Kolumne von der Art einer rationalen Meditation

Unerwartete Interpretationen faszinieren mich immer aufs Neue; das bringt – wen nimmt es Wunder – das Unerwartete so mit sich. Gerade lese ich Meister Eckhart. Er ist mir Vorbild ohnehin; und hier nun erster Beispielgeber. Weiterlesen Überraschend einfach – und doch unheimlich selten: Mensch mit Menschen sein. Eine Kolumne von der Art einer rationalen Meditation

Wer ist das Ich in meinen Erinnerungen?

Wer kennt sie nicht, die kurzen, wie aus dem Nichts aufsteigenden Bilder einer Erinnerung? Sie kommen stets als Einzelne, ihre Ränder unscharf, deutlich nur die Bildmitte. Kein Erzählfluss verleiht ihnen Bedeutung, indem er sie mit anderen Erinnerungsstücken verbindet, auch bebildern sie keinen Text, denn der ist zu lange schon verblasst in tiefer Vergangenheit, sie tauchen einfach auf und verschwinden ohne Spur. Weiterlesen Wer ist das Ich in meinen Erinnerungen?