Endzeitstimmung

Seit über 30 Jahren ist der von Ronald Reagan und Michail Gorbatschow ausgehandelte INF-Vertrag in Kraft, der Amerikanern und Russen Produktion und Besitz atomar bestückbarer Mittelstreckenraketen verbot und damit uns Europäern eine rudimentäre Sicherheit vor einem Nuklearkrieg auf unserem Boden gewährte. Nach einer gliederreichen Kette wechselseitig erhobener Vorwürfe von Vertragsverletzungen kündigte Donald Trump das Abkommen Anfang Februar, was von russischer Seite bereitwillig und fast erleichtert wirkend aufgenommen wurde. Die Zeit läuft – in knapp vier Monaten wird die Kündigung wirksam. Wenige Optimisten hoffen noch auf eine Verlängerung oder sogar Erweiterung mit der Chance, weitere Atommächte wie Indien und China einzubeziehen; konkrete Schritte dazu sind nicht erkennbar.

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Was gut ist, und was nicht

Am Frankfurter Hauptbahnhof kann mir keiner sagen, wie es weiter geht. Die Gewerkschaft EVG streikt und die Notfallmaßnahmen der Deutschen Bahn vermitteln erneut den Eindruck, als versuchten durchaus bemühte Dilettanten zum ersten Mal eines solchen Problems Herr zu werden. Die kaum zu verhindernden Windows-Betriebssystem-Aktualisierungen treiben mir regelmäßig die Schweißtropfen auf die Stirn, denn beim letzten Funktionsupdate lieferte Microsoft zunächst eine Version aus, die in einigen Fällen persönliche Fotos und Dokumente der Nutzer nahezu unwiederbringlich löschte.

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Neugierig?

Seit langer Zeit kann ich wieder einmal meine Freundin seit Studientagen besuchen. Sie lebt in häuslicher Gemeinschaft mit zwei Stubentigern beiderlei Geschlechts, denen ich fremd und unbekannt bin. Als wir die Wohnungstür öffnen, nähert sich mir die eine in katzentypisch mäandernder Gangart, die ihr Interesse am Neuankömmling schwerlich zu verbergen vermag. Nach der ersten schnuppernden Kontaktaufnahme und erst recht nach der offenbar zufriedenstellend ausgefallenen Überprüfung meiner Streichelkompetenz sucht sie immer wieder meine Nähe. Der Kater hält sich dagegen scheu zurück – er ist mit sich selbst und seinen akuten gesundheitlichen Problemen beschäftigt. Weiterlesen Neugierig?

Heimatlos und unbehaust

Manchmal genügt schon ein grauer Novembertag, um sich nicht in der Welt zu Hause zu fühlen. Nässe, Dunkelheit, Kälte erwecken den Eindruck allgemeiner Tristesse und schlagen uns atmosphärisch aufs Gemüt. Da wächst der Wunsch, alle Schotten dicht zu machen und sich aus der Welt zurückzuziehen. Wenn es der Terminkalender erlaubt, kann man in den eigenen vier Wänden bleiben, und es sich heimelig machen. Eine Kanne Wohlfühltee, die kuschelige Decke und die Lieblingsserie im Fernsehen versprechen mollige innere und äußere Wärme und angenehme Ablenkung.

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